Das leidige Thema Diesel
Lassen wir gleich zu Anfang mal die Hosen runter. Wie setzt sich der teilAuto-Fuhrpark genau zusammen? Derzeit sind es rund zwei Drittel Diesel, 30 Prozent Benziner und ein Prozent E-Fahrzeuge. Die Frage ist: Müssen es unbedingt ganz schnell mehr E-Autos oder zumindest mehr Benziner werden? Schließlich sind wir ein Carsharing-Anbieter, der zur Verkehrswende beitragen will. Und wieso sind da überhaupt so viele Diesel in der Flotte? Die Antwort wird Sie vielleicht überraschen: Es hat unter anderem mit dem Blauen Engel zu tun.
Diesel und Klima
teilAuto ist seit langem mit dem Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert. Der Blaue Engel setzte in den vergangenen Jahren seinen Schwerpunkt immer auf die Reduktion von Kohlendioxid (CO2). Diesel haben einen geringeren Verbrauch und emittieren somit weniger CO2 als Benziner. Um die vom Blauen Engel geforderten Emissionswerte einzuhalten und möglichst noch zu unterbieten, haben wir verstärkt Diesel-Fahrzeuge angeschafft. In Bezug auf das Thema Klimaschutz punkten Diesel gegenüber den Benzinern.
Benziner und Gesundheit
Benziner haben im Vergleich zum Diesel allerdings den Vorteil, deutlich weniger Stickstoffoxide (NOx) auszustoßen. Und ebendiese Stickoxid-Emissionen sind in vielen deutschen Städten zu hoch. Das hat Auswirkungen auf die Luftqualität und die Gesundheit, denn NOx reizen die Atemwege. Im vergangenen Jahr wurden die Kriterien für den Blauen Engel im Carsharing überarbeitet. Das Umweltzeichen nimmt nun vor allem die Stickoxide stärker in den Fokus. Unabhängig vom Blauen Engel ist es zudem möglich, dass es in Zukunft zu partiellen Fahrverboten an besonders belasteten Orten kommen kann. Aus den teilAuto-Städten rückte die Paracelsusstraße in Halle ins Betrachtungsfeld. Entschieden ist aber bisher nichts.
Das E-Auto als Allheilmittel?
Wenn der Diesel schlecht für die Gesundheit und der Benziner schlecht fürs Klima ist, warum stocken wir dann nicht deutlicher bei den E-Autos auf? Tja, weil Elektro-Fahrzeuge eben leider auch nicht ganz ohne sind. Direkt beim Fahren erreichen sie, was CO2- und NOx-Werte betrifft, klar die Pole-Position. Aber wenn man sich die Gesamtbilanz anschaut, wird es komplizierter. Der Ladestrom muss Ökostrom sein und darf nicht aus dem Kohlekraftwerk kommen, sonst verpufft der CO2-Vorteil. Zudem strapaziert die Herstellung der Batterien die E-Auto-Bilanz. Denn dafür werden seltene Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt benötigt. Ihre Gewinnung ist unter ökologischen Gesichtspunkten oft bedenklich. Aus rein praktischer Sicht kommt für uns noch hinzu, dass es immer sehr aufwändig ist, eine Carsharing-Station mit fester Ladesäule bereitzustellen. Fassen wir es kurz zusammen: Jeder Antrieb hat irgendwo sein Hinkebein.
Verdammt, was machen wir nun?
Lassen Sie uns zu einer Grundfrage kommen: Was macht das Autoteilen eigentlich umweltfreundlich? Klar ist, dass wir beim Einkauf darauf achten, besonders sparsame Fahrzeug-Modelle auszuwählen. Aber der eigentliche Umweltvorteil des Carsharings besteht darin, dass man sich seine Mobilität bedarfsgerecht zusammensetzt. Wer sein eigenes Auto einmal vor der Tür stehen hat, ist eher dazu geneigt, es für sämtliche Fahrten zu nutzen. Beim Autoteilen liegt die Sache meist anders. Nicht zuletzt, weil sie den Preis einer Fahrt immer transparent vor Augen haben, wägen viele Carsharing-Kunden genau ab, wann es ein Pkw sein soll und wann besser Bahn, Bus oder Fahrrad. Der nachhaltige Verkehrsmittel-Mix macht den wirklichen Unterschied und weniger ein einzelner Motorenantrieb.
Ändert sich trotzdem was im Fuhrpark?
Ja. Wir werden die Anteile von Benzinern und Diesel weiter angleichen. Die Klasse Minis fährt schon komplett als Benziner. Die Klasse Kleine wird ebenfalls gerade durchgängig umgestellt. Bis zum Sommer sind bereits 100 Benziner-Fiesta an den Stationen. Die Neufahrzeuge bei den Kompakten sind zu 50 Prozent Diesel und zu 50 Prozent Benziner. Von unserer aktuellen Diesel-Flotte erfüllen übrigens 75 Prozent die Euro 6-Norm. Auch die Zahl der E-Autos wird weiter steigen. 2017 haben wir von fünf auf 13 erhöht. Aktuell verfügen wir über 19 Elektro-Mobile (Überblick E-Autos bei teilAuto). 13 weitere sollen noch in diesem Jahr kommen. Aufgrund der mangelnden Ladeinfrastruktur können wir hier nur Stück für Stück aufstocken. Unterm Strich wird der Anteil der Diesel dennoch deutlich sinken. Trotzdem bleiben wir natürlich dabei: Der Antrieb macht nicht den größten Unterschied, sondern der richtige Verkehrsmittelmix.
Kommentare
Kommentar von Klemens Schneider |
Kommentar von Manuel Kurz |
Kommentar von Petra Roch |
Kommentar von Friedrich Müller |
Kommentar von Erik |
Kommentar von Steffen Peschel |
Kommentar von Gerd Thiele |
Kommentar von Robert Siemer |
Kommentar von @M. Hunger |
Kommentar von Burkhard |
Kommentar von Michael Hunger |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Michael Lindner |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Biker |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Stephan Lo |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Christian |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Stefan |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Stefan |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Johannes G. |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Fritz Darge |
Kommentar von Christian |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Mirko Jung |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Gerd Thiele |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Robert Menger |
Kommentar von Jan Dittberner |
Kommentar von Benjamin Wolf |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Tina Loos |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Christian Baumann |
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Kommentar von Ludger Hinners |
Einen Kommentar schreiben