Infos zu Ladesäulen und E-Fahrzeugen
Als wir unseren neuen Projektleiter Elektromobilität vorgestellt haben, wurde eine Infokampagne angekündigt. Es ging darum, alle wichtigen Infos in der App und auf unserer Website zugänglich zu machen. Ziel ist, Unsicherheiten abzubauen und die Nutzung einfacher zu machen. Hier ein Überblick über die Neuerungen.
Webseite
Unter teilauto.net/elektro sind alle wichtigen Infos zusammengestellt. Direkt zu Beginn werden die Funktion der Ladekarte und der Unterschied zur Tankkarte erklärt. Danach folgen kurze Hinweise zu den häufigsten Problemen und Fragen. Die beiden großen Blöcke sind die Ladesäulen-Typen und die Modelle der E-Fahrzeuge.
Die Ladesäulen sind mit Codes eindeutig identifiziert. Zu jedem Typ sind Code, Modellname und die Orte, an denen sie im teilAuto-Gebiet genutzt werden, aufgeführt. Durch Klick auf die Zeile klappt sich die Anleitung inklusive Bild aus. Die Logik folgt dem konkreten Nutzungsfall: zuerst die Beendigung des Ladevorgangs, wenn die Buchung beginnt und am Ende der Buchung der Start des Ladevorgangs.
Die Fahrzeuge sind alphabetisch nach der Modell-Bezeichnung aufgelistet, welche auch in der App genutzt wird. Unter dem Modellnamen findet ihr ein Bild sowie zur Anleitung drei Überschriften, die ausgeklappt werden können. Auch hier folgt der Aufbau dem Nutzungsfall: zu Beginn der Buchung muss der Ladevorgang beendet werden. Danach geht es um den Start der Fahrt, das Schalten und das Parken. Zum Schluss wird erklärt, wie der Ladevorgang gestartet wird.
Die Elektro-Webseite endet mit allgemeinen FAQ, also den häufigsten Fragen und deren Antworten. Diese werden immer weiter ausgebaut, je nach der Häufigkeit weiterer hinzukommender Fragen.
Wer bis hierhin gelesen hat, fragt sich natürlich: woher soll ich wissen, welchen Code die Ladesäule hat, die ich nutzen will? Sehr gute Frage! Das ist die perfekte Überleitung zum nächsten Abschnitt.
App
In der App und auf buchen.teilauto.net findet ihr an eurer Station unter den Stationsinformationen den Punkt „Info zur Ladesäule“. Dort ist der Ladesäulen-Code aufgeführt und ein Link führt direkt auf die Elektro-Webseite. Ihr landet auf der Webseite dann genau an der Stelle des jeweiligen Codes und könnt die Anleitung ausklappen. Falls das nicht klappt, könnt ihr den Code auch einfach auf der Seite suchen.
An den E-Fahrzeugen findet ihr jetzt mehrere ausklappbare Infos:
Unter „E-Mobilitätsinfos“ wird zuerst auf die Elektro-Webseite verwiesen. Darunter folgt aber auch die Anleitung zum Fahrzeug, sodass ihr in der App bleiben könnt. Der erste Block „bitte beachten“ enthält allgemeine Hinweise. Beispielsweise, dass nach jeder Fahrt der Ladevorgang gestartet werden soll, dass das Ladekabel im Fahrzeug mitgeführt werden muss und was bei Störungen oder Problemen zu tun ist. Danach folgen die Abschnitte wieder der Logik des Buchungsablaufs: Ladevorgang beenden, Fahrt starten/ Fahren/ Schalten/ Bremsen, Ladevorgang starten.
An den Fahrzeuginformationen gibt es auch den Punkt „Reichweite“ des jeweiligen Fahrzeugmodells. Diese sind nach Sommer und Winter differenziert und jeweils für Stadt- und Autobahnfahrten sowie kombiniert angegeben. Natürlich kann die Reichweite je nach Fahrstil, Witterung und Fahrzeugeinstellungen variieren.
Den Punkt „Bitte Ladevorgang mit der Ladekarte starten!“ haben wir eingefügt, weil das leider zu häufig nicht gemacht wird. Zudem gibt es allgemeine Fahrzeuginformationen als ausklappbare Info.
Echte Welt
Auch im ‚wahren Leben‘ haben wir die Infos an mehreren Stellen platziert, denn meistens entstehen die Fragen und Probleme ja während der Nutzung.
An den Fahrzeugen ist in der Ladeklappe jetzt ein Sticker platziert, der via QR-Code auf die Elektro-Webseite führt. Auf den Ladesäulen ist dieser Sticker jetzt ebenfalls zu finden. Zudem sind an den Ladesäulen nun Hilfen angebracht, um das Lesefeld für die Ladekarte leichter finden zu können. Denn an einigen Ladesäulen ist das leider nicht direkt ersichtlich. Ein roter Rahmen mit dem Hinweis „hier Ladekarte vorhalten“ markiert die Umrisse des Lesefelds.
Hier ein paar Impressionen:
Zum Schluss: wir freuen uns über Anregungen, wie wir die Infos noch besser nutzbar machen können. Schreibt uns dafür gerne an emobility@teilauto.net eine E-Mail.
Laden unterwegs
Bevor in den Kommentaren unter diesem Artikel das dominierende Thema eine Lösung fürs Laden abseits der Heimatstation wird, möchten wir das hier schon mal aufgreifen. Vielleicht erklären wir das ein wenig ausführlicher: ganz grundlegend ist das System für E-Fahrzeuge ganz anders als für Verbrenner. Denn E-Fahrzeuge haben jeweils eine eigene Ladesäule an der Heimatstation, die mit 100 % Ökostrom geladen wird. Verbrenner hingegen werden unterwegs betankt, dafür die DKV-Karte. Für E-Fahrzeuge bauen, betreiben und bezahlen wir also jeweils immer eine eigene Ladeinfrastruktur. Das ist aufwändig und teuer. Für die ganz überwiegende Zahl der Fahrten unserer Nutzenden ist die Ladung an der Heimatstation auch vollkommen ausreichend. Das Problem mit dem Laden unterwegs betrifft also eine entsprechend geringere Anzahl an Fahrten. Dennoch wollen wir auch das erleichtern. Allerdings gibt es da zwei große Problemfelder: erstens ist es natürlich viel teurer, sowohl den Bau und Betrieb der Stations-Ladeinfrastruktur zu finanzieren und zusätzlich die Kosten für das (leider noch immer sehr preisintensive) Unterwegs-Laden zu tragen. Bisher war und ist es so, dass Verbrenner die E-Fahrzeuge in unserer Flotte querfinanzieren. Denn wenn wir die realen Kosten auf die Zeit- und Kilometerpreise von E-Fahrzeugen ansetzen würden, wären E-Fahrzeuge deutlich teurer in der Buchung als Verbrenner (das auch zum Thema Kilometerpreis-Anhebung). Wir bieten E-Fahrzeuge aber trotzdem zum selben Preis wie Verbrenner an, weil wir das aus ökologischen Gründen wichtig finden. Aber Kostenwahrheit ist es nicht. Entsprechend würde das System durch zusätzliches Unterwegs-Laden am Ende teurer. Zweitens suchen wir fürs Unterwegs-Laden eine einfache und einheitliche Lösung. Denn wenn wir anfangen, für jeden einzelnen Ladevorgang bei zig verschiedenen Anbietern mit diversen Abrechnungsbelegen die Erstattung einzeln händisch vorzunehmen, wäre das ein riesiger bürokratischer Aufwand – und damit am Ende auch wieder teuer. Und für die Kund*innen wäre das auch sehr umständlich. Eine zweite Ladekarte halten wir nicht für zielführend. Das Ladekartenmanagement ist bereits bei den Heimatstations-Ladekarten durch Verlust oder Defekte enorm. Für uns steht fest: die überregionale Ladelösung muss digital erfolgen, integriert in unsere Buchungs-App, damit die Autorisierung und Abrechnung des Ladevorgangs automatisch der teilAuto-Buchung zugeordnet werden kann. Das klingt genauso kompliziert und aufwendig wie es ist. Leider sind wir bei der Integration einer Ladelösung in die App von unserem Dienstleiter anhängig, der unser Verwaltungssystem programmiert. Wir unterstützen, wo wir können, aber die Umsetzung des Themas obliegt allein dem Dienstleister. Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind dran, schon seit längerer Zeit. Es ist nicht leicht, aber wir geben nicht auf.
Kommentare
Kommentar von Simon |
Ich hatte vor kurzem über Nacht ein E-Auto und habe es früh wieder an die Station gebracht, es gab aber direkt anschließend eine Folgebuchung. Ich hätte es ohne Zwischenladen geschafft, dann wäre das Auto aber mit 10% Ladung abgegeben worden. Hielt ich für die Nachbuchung aber für unfair. Gibt es eine Ladezeit zwischen zwei Buchungen?
Kommentar von Hagen |
Danke für die gut aufbereiteten Infos!
Ggf. sollte man noch drauf hinweisen, dass die Fahrzeuge ausschließlich an den Teilauto-Ladestationen geladen werden sollen. Bei uns hier (Alexis-Schuhmann-Platz) steht direkt neben den TA-Plätzen eine weitere "normale" Station. Manchmal sehe ich, dass da jemand ein Teilauto drangesteckt hat. Ob es tatsächlich auch damit auflädt, weiß ich nicht.
Ein nützliches Feature wäre auch eine Erkennung in der App, die beim Beenden der Buchung warnt, wenn kein Ladevorhang gestartet wurde. Falls die Fahrzeug-Telematik sowas hergibt.
Kommentar von Len |
Ich habe auch wenig Verständnis dass es beim Thema unterwegs laden überhaupt keinen Fortschritt gibt.
Ja, unterwegs laden ist eher die Ausnahme, dass keine Kosten erststattet werden ist aber eine zu große Hürde für längere Fahrten. Deswegen folgende Skizze eines Vorschlags: Bei Fahrten die länger sind als 80% Maximalreichweite sind die zusätzlichen Kilometer günstiger machen (so lädt man selbst nach aber kriegt automatisch wenigstens ein Mindestmaß erstattet).
Da unterwegs laden ja eh die Ausnahme sind und die meisten Autos Verbrenner sind fände ich es auch mal fair die tatsächlich prognostizierten Kosten für verschiedene Lösungen transparent zu machen. Der Hinweis von wegen "niemand will ja dass es teurer wird" ist zu wenig.
Kommentar von Victor |
Eine eigene Ladesäule wird m.E. für die grösseren E autos (wie der ID.7) nicht mehr benötigt. Wie bei Verbrennern würde ein Mindestladestand beim abgeben reichen, wenn die Kosten im Streckenpreis abgedeckt sind. Wer das Auto häufiger nutzt, wird sich auch einen günstigen Tarif suchen, vllt kann Teilauto hier ein paar Empfehlungen für Neueinsteiger geben. Mein Tipp: Mit Enbw und EweGo (als backup) ist man zumindest in Deutschland gut unterwegs. Bei längerer Strecke lohnt sich oft ein Abo. Vielleicht kann man über einen Streckenrabatt die Ladekosten kompensieren. Wer über 300 km fährt, lädt wohl nicht nur an der Heimatstation.
Kommentar von Sören |
So viel wie ich gelesen habe, lässt sich das auch wohl mit der DKV Karte realisieren.
https://www.dkv-mobility.com/de/de/e-mobility/charging-e-vehicles/charging-on-the-road
Aber vielleicht gibts da Hindernisse die wir nicht wissen.
Trotzdem macht ihr einen tollen Job.
Ich meide e-fahrzeuge zu reservieren da ich nicht weiß ob ich 100km weit komme. Angeblich bei einer längeren Fahrt werden gewisse Zeitabstände zuvor blockiert.
Das müsst ihr mehr erläutern. Wie viel stunden zuvor und so. Weil ich kann vor einer reservierten Fahrt bis zum reservierten Zeitpunkt e-autos ausleihen. Wenn ich es mit fast leeren Akku 15minuten zuvor hinstelle, könnte der danach ein Problem haben. So zumindest mein Empfinden.
Kommentar von Jens Pfuhler |
Hallo,
Danke für die nützlichen Tipps zur e-mobilität !
Ich nutze die e-Autos tatsächlich eher selten, weil ich immer unsicher bin. Ich kann mir einfach nicht merken, erst Auto anschließen oder erst die Ladesäule ? Und jedesmal muss ich auf der App ewig suchen um die nötige Information zu bekommen. Das ist ja nun hoffentlich Geschichte !
Mir ist in eurem Text hier aufgefallen, bei den drei Bildbeispielen (Ladesäule, Autoklappe, Ladesäule)
fehlt beim ersten Bild (Ladesäule) der versprochene rote Rahmen !
Genau bei dieser Art Ladesäule hatte ich tatsächlich schon Probleme. Ich wusste einfach nicht wohin ich die Karte halten soll. Hab alle denkbaren Möglichkeiten ausprobiert, leider ohne Erfolg. Der Ladevorgang wurde nicht gestartet. Zum Glück hatte das Auto noch gut 95 % 😀
Antwort von teilAuto & cityflitzer
Hallo! Haha stimmt, genau bei diesem Ladesäulentyp (Code Co2) ist das Lesefeld woanders, nämlich "um die Ecke" – also auf der Vorderseite der Säule. Anbei ein Bild. Der rote Rahmen ist auf jeden Fall geklebt, gebt uns aber gern Bescheid wenn sie nicht mehr da sind. Dankeschön!
Kommentar von Daniel |
Liebes teilAuto-Team. Gut, dass ihr an dem Thema dran seid! Ich kann jedoch nicht richtig nachvollziehen, warum sich das über so viele Jahre hinzieht. Am Markt gibt es längst funktionierende Lösungen wie DKV + Charge oder EWEgo, die mehrere Anbieter über eine Karte bzw. App abrechnen. Zudem ist Laden unterwegs deutlich günstiger als Tanken – bei Spritpreisen von über 2,20 €/l Super. Dass nur wenige Fahrten betroffen sind, liegt auch daran, dass Nutzende das Unterwegs-Laden derzeit aus eigener Tasche zahlen und somit eher einen Verbrenner nutzen. Das ist also keine Erklärung, sondern Teil des Problems. Mein Vorschlag für eine Übergangslösung: Ladekosten nachträglich erstatten – wie beim Tanken ohne DKV-Karte. Wenn es wirklich nur wenige Fälle betrifft, sollte das verkraftbar sein.
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