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Zwei Neue im Regionalbüro Leipzig

Seit gut einem halben Jahr unterstützen Thomas Bendzulla und Hannes Knorr unser Leipziger Regionalbüro. Hier geben sie einen Einblick in ihre tägliche Arbeit, sprechen über neue Ideen und Ziele und darüber, was ihre größten Herausforderungen sind.

Thomas Bendzulla und Hannes Knorr (v.l.n.r.) vom Regionalteam Leipzig.

1. Hallo Hannes, hallo Thomas, zuerst einmal ganz zurück zum Anfang. Wie seid ihr darauf gekommen, euch bei teilAuto zu bewerben?

Thomas: Mein Leben habe ich gezielt ohne eigenes Auto verbracht. Sofort nach meinem Umzug nach Leipzig 2015 habe ich mich bei teilAuto angemeldet. An meinen vorherigen Wohnorten in Dortmund und Münster war ich ebenfalls per Carsharing mobil. Nachdem ich viele Jahre sehr international gedacht habe, wollte ich mich nun in der Stadt, in der ich lebe, konkret einbringen. In Leipzig war ich bereits ehrenamtlich aktiv, zuletzt im Forum Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement. Jetzt möchte ich regelmäßiger, täglich Einfluss auf die Stadtentwicklung in Leipzig nehmen.

Hannes: Ich war vor allem auf der Suche nach einer Aufgabe, bei der ich einen praktischen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten kann. Die Aussicht damit sozusagen vor meiner Haustür anzufangen und das Carsharing-Angebot in Leipzig weiterzuentwickeln, erschien mir da sehr passend.

2. Jetzt seid ihr ein halbes Jahr mit dabei. Was beinhaltet eure Arbeit im Regionalbüro Leipzig genau? Was gefällt euch daran?

Hannes: Wir beschäftigen uns mit einer ziemlich breiten Palette an Aufgaben. Da wären zum Beispiel die weitere Planung des Stationsnetzes, die Verteilung der Fahrzeugklassen im Stadtgebiet oder der Austausch mit anderen städtischen Akteuren, nicht zuletzt den Nutzenden von teilAuto und cityflitzer. Neben den inhaltlichen Zielen unserer Arbeit gefällt mir vor allem der abwechslungsreiche Arbeitsalltag und regelmäßig auf dem Fahrrad in der Stadt unterwegs zu sein und so neue Orte zu entdecken.

Thomas: Volle Zustimmung! Mir gefallen die Vielfältigkeit der Tätigkeit und mit sehr unterschiedlichen Menschen in sehr unterschiedlichen Situationen in Kontakt zu sein, vor allem außerhalb des Büros. Dabei kann ich die Entwicklung der Stadt positiv beeinflussen, das Carsharing-Angebot verbessern und bekannter machen, so dass sich mehr Menschen dafür entscheiden. Es ist meine Überzeugung, dass Carsharing dazu führt, eigene Pkw abzuschaffen und mehr Wege im Umweltverbund zurückzulegen. Diese Verkehrsentlastung erhöht die Lebensqualität in der Stadt.

3. Habt ihr bestimmte Ideen und Ziele, die ihr langfristig gern umsetzen möchtet?

Thomas: Ich möchte dazu beitragen, dass mehr Menschen Autos gemeinsam nutzen – insbesondere Leipziger*innen, die Carsharing bisher nicht bemerkt haben oder in peripheren Stadtvierteln nicht nutzen können. Ich werde dafür sorgen, dass Carsharing für zusätzliche Gruppen in unserer Gesellschaft eine echte Alternative wird und weitere Stationen außerhalb unseres bisherigen Stationsnetzes entstehen.

Hannes: Da kann ich mich nur anschließen. Gleichzeitig ist es natürlich unser Ziel sicherzustellen, dass wir auch in Vierteln mit hoher Carsharing-Nutzung mit der steigenden Nachfrage Schritt halten und so private Pkw weitestgehend überflüssig machen.

"Ich war vor allem auf der Suche nach einer Aufgabe, bei der ich einen praktischen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten kann." Hannes Knorr

4. Gibt es besondere Herausforderungen, mit denen ihr am Standort Leipzig umgehen müsst? Oder: Was sind die Herausforderungen in der Regionalbüro-Arbeit im Allgemeinen?

Hannes: Der gestiegene Zuzug und das erfreuliche Wachstum Leipzigs in der jüngeren Vergangenheit führen dazu, dass Raum knapper wird. Das heißt für uns, dass der Ausbau unseres Carsharing-Angebots in vielen kleinen Schritten vorangeht und Kooperationen mit anderen Akteuren der Stadt einen langen Atem erfordern.

Thomas: Ja, wir benötigen einen langen Atem. Die vielen inspirierenden Ideen und sinnvollen Ziele gilt es in vielen konkreten, kleinen Maßnahmen praktisch umzusetzen.

5. Gebt mal einen kleinen Einblick: Was steht ganz konkret als nächstes auf eurer To-do-Liste?

Thomas: Ein „bunter Strauß“: Mit der Wohnungsbau-Genossenschaft UNITAS wollen wir die bestehende Kooperation mit mehr Leben füllen. In verschiedenen Stadtrandbereichen begutachte ich potenzielle Stellplätze. Die Anmeldung zum Straßenfest am Connewitzer Kreuz ist ausgefüllt. Gleich werde ich mehrere Kund*innen informieren, dass sie ihre Fahrten wegen einer kurzfristig mitgeteilten Baumaßnahme von einer anderen Station beginnen müssen. Intern gilt es, unseren regelmäßigen Austausch unter Mitarbeitenden vorzubereiten.

Hannes: Neben dem „Tagesgeschäft“ bin ich aktuell damit beschäftigt, nach geeigneten Standorten zu suchen, um Lücken in unserem Stationsnetz zu füllen. Wenn das hier also Menschen aus Leipzig lesen, die über Stellplätze verfügen, auf denen sie in Zukunft gern ein teilAuto sehen würden: Wir freuen uns über Post an leipzig@teilauto.net.

"Es ist meine Überzeugung, dass Carsharing dazu führt, eigene Pkw abzuschaffen und mehr Wege im Umweltverbund zurückzulegen. Diese Verkehrsentlastung erhöht die Lebensqualität in der Stadt." Thomas Bendzulla

Über Thomas Bendzulla:

Thomas hat Diplom-Geographie in Münster studiert. Er war viele Jahre angestellt in einem gemeinnützigen Verein, der internationale Austauschprogramme für junge Erwachsene organisiert. Er hat stets gerne Sport getrieben und sich zuletzt zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Wenn er das Büro verlässt, beschäftigt er sich am liebsten mit seinen beiden quirligen Kindern und seiner Ehefrau. [Sie gehören zu den Menschen, die ihr Kind nach der Geburt mit einem teilAuto nach Hause gebracht haben.]

Über Hannes Knorr:

Hannes hat BWL in Berlin und im Anschluss International Area Studies sowie Wirtschaftsrecht in Halle studiert. Vor seinem Beginn in der Leipziger Regionalleitung hat er an der Uni Halle zur nachhaltigen Nutzung von Grundwasser geforscht. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, beim Bouldern oder auf Kanu- oder Radtour.

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