Sächsischer Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht teilAuto
Carsharing in Sachsen wächst, 81.000 teilAuto-Kund*innen nutzen im Freistaat 1.700 Fahrzeuge an 690 Stationen. teilAuto hatte jüngst einen neuen Rekord verzeichnet: 2.000 neue Kund*innen haben sich im Mai bei teilAuto registriert. Während des Besuchs des sächsischen Staatsministers bei teilAuto wurde über die Entwicklung des Carsharing in Sachsen, Herausforderungen sowie notwendige Schritte zur Förderung der der Verkehrswende gesprochen.
„Unternehmen wie teilAuto zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln kein Widerspruch sind. Vor allem im Bereich der Mobilität benötigen wir innovative Lösungen, die Klima- und Umweltschutz mit den Bedürfnissen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen verbinden. Gerade bei den wichtigen Themen Ressourceneffizienz, Senkung von Emissionen und nachhaltiger Verkehr leistet Carsharing einen wichtigen Beitrag, um unsere Städte nachhaltiger zu gestalten. Sachsen will bei der Transformation zu einer klimafreundlichen Wirtschaft Vorreiter sein – dafür brauchen wir engagierte Unternehmen wie teilAuto, die neue Wege gehen und Verantwortung übernehmen“, betonte Staatsminister Dirk Panter während des Besuchs.
Patrick Schöne, Vorstand der teilAuto eG führt aus: „Um die Verkehrswende in Sachsen voranzubringen, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen für Carsharing – in den Städten und auf dem Land.“
Carsharing als Teil des Umweltverbundes funktioniere nur in Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr. Der Ausbau des ÖV-Netzes sowie Taktverdichtungen seien wichtige Voraussetzungen für die Verkehrswende in Sachsen. Der Ausbau der Elektromobilität gehe schleppend voran, hier habe die Landesregierung wichtige Hebel in der Hand. Vorbild könne vor allem die Förderung von Ladeinfrastruktur speziell an Carsharing-Stationen in Nordrhein-Westfalen sein. Auch für die Förderung nachhaltiger Mobilität in ländlichen Räumen gebe es Vorbilder in anderen Bundesländern, so in Baden-Württemberg. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung stehen den Kommunen nun mehr Werkzeuge zur Verfügung, nachhaltige Mobilitätsformen zu fördern, diese müssten nun umgesetzt werden. Es brauche Carsharing-Beauftragte und Ausbaupläne analog zum Radverkehr und ÖPNV. Mit dem Verkehrszeichen 1010-70 für Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Raum (siehe Pressefoto) ist ein wichtiger Hebel geschaffen, das Stationsnetz flächendeckend auszubauen.
„Ein Carsharing-Fahrzeug von teilAuto ersetzt 10,5 private Pkw. Das entspricht rund 23.000 eingesparten Privatwagen bei unserer aktuellen Flottengröße. Wir können und wollen noch mehr leisten – doch dafür braucht es den politischen Willen, die Verkehrswende zu fördern“ ergänzt Patrick Schöne.
Über teilAuto:
teilAuto wurde 1992 in Halle (Saale) als ökologisch orientierter Verein gegründet und ist heute als Carsharing-Anbieter in insgesamt 30 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten. Seinen über 100.000 Nutzerinnen und Nutzern stellt das Unternehmen mehr als 2.200 Gemeinschaftsfahrzeuge vom Kleinstwagen bis zum Transporter bereit. teilAuto setzt dabei auf einen emissionssparenden Fuhrpark sowie die Stärkung eines nachhaltigen Mobilitätsmixes in Verbindung mit Bus, Bahn und Fahrrad. Das Unternehmen ist gemeinwohlzertifiziert und trägt für seine Dienstleistung das Umweltzeichen Blauer Engel. Seit 2025 ist teilAuto eine eingetragene Genossenschaft. Weitere Informationen unter: teilauto.net.
Hintergrund:
- Die Gemeinschaftsautos können ab einer Stunde bis zu mehreren Wochen gemietet werden. Die Buchung ist rund um die Uhr via App, Webseite oder telefonisch möglich. Geöffnet werden die Fahrzeuge mittels Smartphone-App. Vor der ersten Nutzung ist eine einmalige Registrierung auf teilauto.net nötig.
- Registrierte Nutzerinnen und Nutzer können die Carsharing-Fahrzeuge nicht nur am eigenen Wohnort, sondern an allen teilAuto-Standorten leihen. Über einen Carsharing-Verbund sind zudem auch deutschlandweite Buchungen möglich.
- Studien zufolge ersetzt ein Carsharing-Auto im Durchschnitt acht bis zehn private Pkw und hilft damit, den Straßenraum zu entlasten. Laut Bundesverband Carsharing lohnt sich das organisierte Autoteilen vor allem für Menschen, die im Jahr weniger als 14.000 Kilometer fahren und das Auto nicht täglich zum Pendeln benötigen. Im ländlichen Raum kann Carsharing als Ersatz für den Zweitwagen viele Familien finanziell entlasten.
Kontakt teilAuto:
Josephine Michalke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit teilAuto & cityflitzer
Tel: 0345 44 500-112, E-Mail: presse@teilauto.net
Pressefoto/ Bildunterschrift:
Dirk Panter (sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz), Torsten Bähr (teilAuto-Regionalleiter Leipzig) und Josephine Michalke (teilAutoPressesprecherin) vor einem teilAuto-Fahrzeug mit dem Verkehrszeichen 1010-70 für Carsharing (v.l.n.r.). Foto: teilAuto