Genossenschaft

teilAuto ist jetzt eine Genossenschaft:
Weshalb eigentlich?

Ein Begriff, den viele schon einmal gehört haben – Zeit, ihn einmal zu erklären. Und weshalb teilAuto eine Genossenschaft geworden ist.

Genossenschaften gehören ihren Mitgliedern – und handeln in ihrem Sinne. Keine Aktien, keine Fremdbestimmung, keine Wachstumslogik um jeden Preis. Stattdessen: gemeinsame Verantwortung, gleiche Stimmrechte, wirtschaftliche Teilhabe. Wer mitmacht, entscheidet mit. Das macht Genossenschaften zur wohl fairsten Form unternehmerischen Handelns – und zur passenden Antwort auf viele Fragen unserer Zeit.

Genossenschaft:
Die demokratischste Form für ein Unternehmen

Genossenschaft ist, wenn ...

...sich Menschen zusammentun, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen – nicht aus Eigennutz, sondern aus Überzeugung. Sie treffen gemeinsam Entscheidungen über die Verwendung von Gewinnen und die Strategie für die Zukunft. Gut daran ist auch: Das Unternehmen lässt sich nicht verkaufen, sondern behält seine Eigenständigkeit und Haltung.

Drei Freunde laufen mit Eis in der Hand durch die Sonne
Demokratisch

Jede Stimme zählt gleich – unabhängig vom Kapital. So funktioniert echte Beteiligung. Bei uns bedeutet Demokratie, wirklich mitzugestalten. In der Genossenschaft bestimmen alle Mitglieder gemeinsam über die Richtung – fair, transparent und auf Augenhöhe.

Drei Freunde in der Natur mit Sonne
Mitgliederorientiert

Genossenschaften handeln im Interesse derer, die sie tragen. Wir treffen gemeinsam Entscheidungen, um die Verkehrswende voranzubringen. Bei teilAuto fließen zudem Überschüsse dorthin, wo es die Mitglieder für richtig halten – und sich darüber abstimmen.

Zwei Freunde sitzen im Skatepark
Zweckgebunden

Unsere Genossenschaft verfolgt ein wirtschaftliches Ziel – mit klarer Wertebasis und sozialem Kern. Der Erfolg dient dem gemeinsamen Zweck einer nachhaltigen Mobilität. So entsteht Verantwortung statt Renditedruck.

Aus GmbH wird Genossenschaft:
Warum machen wir das?

Teilen liegt in der DNA von teilAuto. Deshalb gehen wir nun den nächsten Schritt und teilen nicht nur die Fahrzeuge mit unseren Kundinnen und Kunden – sondern das gesamte Unternehmen. Weil es passt. Weil es Zeit ist. Und weil wir an Gemeinschaft und Mitbestimmung glauben.

teilAuto war nie irgendein Carsharing-Angebot, sondern immer eine Einladung zur Verantwortung. Mit der Umwandlung in eine Genossenschaft machen wir diesen Gedanken konkret. Jetzt können alle, die mitfahren, auch mitgestalten – sofern sie das möchten. Und alle, die teilAuto nutzen, können teilAuto auch besitzen. Nicht als Investitionsobjekt, sondern als Beitrag zu einer sozialen, fairen und lokal verankerten Mobilität.

Teilen als Selbstverständnis

Wir teilen Autos – und jetzt auch Unternehmen und Verantwortung. Eigentum gehört für uns in viele Hände.

Langfristige Verantwortung

Wir denken Mobilität nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Unsere Entscheidungen sind heute sinnvoll und morgen tragfähig.

Gemeinwohlorientierung

Unser Ziel ist nicht der Gewinn, sondern ein guter Dienst für Menschen und Stadt – gelebtes Gemeinwohl also.

Mitbestimmung zählt

Jedes Mitglied hat eine Stimme – egal, wie viele Anteile es besitzt. So handeln wir demokratisch.

Stabilität für das Carsharing

Die Genossenschaft schützt teilAuto vor Übernahmen und richtet uns auf Langfristigkeit aus.

Wahlfreiheit sichern

Carsharing ist freiwillig. Die Beteiligung daran jetzt auch. So kann jede*r noch aktiver bei der Verkehrswende mitmachen.

So funktioniert eine Genossenschaft

Eine Familie liegt auf der Wiese und lächelt

Mitglied werden

Mitglied wirst du durch den Erwerb mindestens eines Anteils. Damit wirst du Teil der Genossenschaft und kannst ihre Entwicklung aktiv mitgestalten. Deine Mitgliedschaft ist freiwillig, transparent geregelt und jederzeit nachvollziehbar. Wer Mitglied ist, kann Nutzer*in sein – muss es aber nicht.

Miteigentum erhalten

Dank deines Anteils wirst du Miteigentümerin oder Miteigentümer des Unternehmens. Das heißt: Du hast nicht nur ein ideelles Mitspracherecht, sondern auch einen realen Anteil am wirtschaftlichen Ergebnis. Eigentum wird geteilt – aber nicht beliebig, sondern verantwortungsvoll und solidarisch. Dein Anteil stärkt das Fundament der Gemeinschaft.

Eine Frau sitzt mit einem Kaffee auf der Bank
Vier Freunde unterhalten sich auf der Couch

Mitbestimmen

Genossenschaften sind demokratisch organisiert. Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der Anteile. Die Mitgliederversammlung ist dabei das höchste Gremium und entscheidet über zentrale Fragen: Satzung, Strategie, Verwendung von Überschüssen. Wer will, kann sich darüber hinaus engagieren.

Mitprofitieren

Wenn die Genossenschaft wirtschaftlich erfolgreich ist, können die Mitglieder in Form von Dividenden oder Rückvergütungen davon profitieren. Was genau mit Überschüssen passiert, beschließt die Mitgliederversammlung. Klar ist: Der Gewinn bleibt in der Gemeinschaft – und stärkt entweder das Angebot oder die Menschen, die es tragen.

Zwei Freunde strecken die Arme in den Himmel bei Sonnenuntergang

Die Stärken einer Genossenschaft

Stärkung regionaler Strukturen

Genossenschaften halten Wertschöpfung in der Region – und stärken die Gemeinschaft vor Ort. Ein Garant für wirtschaftliche Stabilität.

Sinnorientierung statt Wachstumsdruck

Genossenschaften agieren nicht nach dem Prinzip höher, schneller, weiter – sondern nachhaltig, bedarfsgerecht und im Interesse der Mitglieder.

Hohe Resilienz in Krisen

Genossenschaften gelten als eine der robustesten Rechtsformen. Das macht sie sicher vor dem Zugriff von Investoren und stabil in unsicheren Zeiten.

Kapitalbindung mit Zweckbindung

Das Kapital darf nur im Sinne der Satzung und entsprechend der Mitgliederversammlung verwendet werden. Es gibt keine Ausschüttung an Dritte.

Wirtschaften im Sinne der Mitglieder

Eine Genossenschaft agiert nicht für Investoren oder Gründer, sondern für jene, die das Angebot nutzen, tragen und mitfinanzieren.

Keine Übernahme durch Investoren

Genossenschaften sind nicht verkäuflich. Ihr Zweck ist der Bestand. Das macht sie zu einer besonders nachhaltigen Unternehmensform.

teilAuto als Genossenschaft:
Deine Vorteile

Von der Idee zur Entscheidung: Hier erfährst du, welche Vorteile du in der teilAuto Genossenschaft haben wirst.

Ein Paar läuft durch den Wald, er trägt sie huckepack

FAQ

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu einer Genossenschaft

Warum wird teilAuto Genossenschaft?

Damit Carsharing den Menschen gehört, die es nutzen – fair und demokratisch. Carsharing bleibt unabhängig von Investoren. Mitglieder werden Miteigentümer*innen und entscheiden demokratisch mit – nach dem Prinzip „ein Mitglied = eine Stimme“.

Welchen Zweck verfolgt die Genossenschaft?

Wir sind eine Mobilitätsgenossenschaft, die ihren Mitgliedern ein verkehrsentlastendes, umweltfreundliches und bezahlbares Carsharingangebot bereitstellt. Dabei sollen ökologische und soziale Belange berücksichtigt werden.

Sind Genossenschaften nicht altmodisch?

Im Gegenteil – diese Rechtsform erlebt ein Comeback. Genossenschaften stehen für langfristige Werte, die Menschen heute suchen: Teilhabe, Transparenz, Nachhaltigkeit. Sie boomen in den Bereichen Energie, Wohnen, Landwirtschaft – jetzt auch in Mobilität.

Gibt es Vorbilder in der Carsharing-Branche?

Nein – wir sind Pioniere, zumindest in Deutschland. teilAuto ist das erste Carsharing-Unternehmen, das die GmbH-Struktur in eine Genossenschaft überführt hat. Unser großes Vorbild bleibt die Mobility Genossenschaft in der Schweiz.

Nach welchen Grundsätzen arbeiten Genossenschaften?

Grundlegend sind vier genossenschaftliche Prinzipien:


  • der gemeinsame und konkrete Nutzen als Unternehmenszweck (Förderprinzip),

  • die Mitglieder sind sowohl Nutzende als auch (Mit-)Besitzende (Identitätsprinzip),

  • unabhängig der individuellen Beteiligung hat jedes Mitglied nur eine Stimme (Demokratieprinzip),

  • die Interessen aller Mitglieder haben Vorrang vor Einzelinteressen (Solidarprinzip).